Das Jahr hat erst begonnen und die Welt liegt noch in Eis und Schnee begraben. Ich liebe es zu sehen, wie unsere Hunde durch den Schnee laufen. Spike sucht seinen Ball im tiefen Schnee und Tess rast mit ihren roten Locken durch die weiße Pracht.

Dennoch ist jetzt auch die Zeit, wo ich mir oft den Sommerurlaub herbeiwünsche. Vor allem dann, wenn nur noch Schneematsch vom Himmel fällt und es bitterkalt ist. Für dieses Jahr haben wir uns überlegt in die Berge zu fahren. Die frische Luft tut immer gut und das Wandern befreit den Kopf von all dem unwichtigen Ballast „dort unten“. Früher war Spike bei allen Wanderungen begeistert dabei. 

Allerdings müssen wir uns das Urlaubsziel nun gut überlegen, denn einem fast 14-jährigen Hund muss man eine solche Tour in den Bergen sicher nicht mehr antun. Die Überlegung war nun eine Pension oder Hütte zu finden, von der aus wir kleinere Touren unternehmen können und der Hund in dieser Zeit dort schlafen kann. Es ist oft nicht so einfach das richtige Ziel für den Urlaub mit Hund zu finden. Viele Unterkünfte nehmen keine Hunde oder nur sehr kleine Hunde auf.

Und wenn es dann doch mal auf die Kanaren gehen soll, bleibt der Hund bei meinen Eltern. Ich würde meinen Hund für nur ein oder zwei Wochen nie im Flugzeugbauch transportieren. Wenn es doch sein muss bzw. du deinen Hund im Flieger an deinem Sitz mitnehmen kannst, dann wird es zum Teil richtig teuer. Für einen Welpen, den ich von einem Tierheim in der Nähe von Barcelona nach Nürnberg für die Vermittlung mitnahm, zahlte die Tierschutzorganisation pro Kilo 10 Euro.

Die kleine Chow-Chow-Mischlingshündin Chariot wog 6 kilo, in diesem Fall kostete der Transport also 60€. Es kommt natürlich auch immer auf die Fluggesellschaft an. Hier findest du noch mehr Infos zum Fliegen mit Hund.

Da wir nicht so viele Flugreisen machten, war Spike meistens im Urlaub dabei. Mit dem geliehenen Wohnmobil oder dem Zug war das kein Problem. Doch dann mussten wir je nach Zielort natürlich lange Reisezeit in Kauf nehmen, was auch nicht immer so viel Spaß macht. Spike war mit uns auf vielen Wanderrouten in Nürnberg, der Fränkischen Schweiz, in der Oberpfalz, an der Nord- und Ostsee, in Frankreich und er ist mit mir mit der Bahn viel gefahren und war bei der letzten „großen“ Tour mit in den Bergen von Lindau bis Füssen. Ich bin ein Freund von deutschen Stränden, dennoch muss auch hier darauf geachtet werden, wo der Hund am Strand sausen darf.

Meistens ist der Hundestrand dann aber genauso schön, wie alle anderen Abschnitte, sodass wir es sehr genießen konnten. Es lohnt sich auch mal in der Nebensaison an den Strand zu fahren. Dann ist es zwar etwas kälter, aber für die Hunde ist es ein riesiges Erlebnis- und Rennparadies am leeren Strand.

Spike hat ca. 20kg bei 54cm Schulterhöhe und kommt noch dazu pechschwarz daher. Daher ist der Maulkorb im Urlaub mit Hund immer dabei, da es doch auch immer wieder Erwachsene oder Kinder gibt, die sich vor dem "großen, schwarzen Hund" fürchten. Oftmals hatte ich den Maulkorb nur so mit dabei, doch einmal sind wir etwas über die Grenze nach Österreich gewandert und hätten dort ohne Maulkorb nicht Busfahren dürfen! So wurde der Maulkorb vom unangenehmen Ding, das man am liebsten nie nutzen möchte, zum praktischen Begleiter, der wie ein Schlüssel so manche Tür öffnet!

Auch im Zug sollte ein Maulkorb dabei sein, denn sollte ein Passant Angst haben, muss im Zweifel der Hund aussteigen, wenn kein Maulkorb dabei ist. Hier kannst du das nachlesen.
>>Hier findest du heraus, wie du deinen Hund an den Maulkorb gewöhnst.

Allerdings gibt es beim Urlaub mit Hund noch so manches mehr zu beachten! Es lohnt sich, dass Land gründlich auf Hundefreundlichkeit zu prüfen. Beispielsweise gab es in Dänemark so manchen Skandal mit „Listenhunden“. Dort gelten sehr strenge Regeln, die man als Reisende/r am besten tunlichst einhält, um seinen Vierbeiner zu schützen. Nicht nur rechtliche Regelungen gibt es zu beachten. Auch an die örtlichen Gesundheitsrisiken muss gedacht werden. Über Sandmücken und andere Parasiten können Krankheiten wie Ehrlichiose, Dirofilariose und Leishmaniose übertragen werden.  >>Welche Gesundheitschecks und Vorkehrungen nötig sind findest du hier heraus.

Ganz wichtig ist es auch, den EU-Pass für den Hund mitzunehmen. So können im Zweifel alle Impfungen nachgewiesen werden. Gerade wenn du deinen Hund mit ins Ausland nimmst, empfehle ich dir deinen Hund zu chippen und z.B. bei TASSO registrieren zu lassen. So hast du die Möglichkeit deinen Hund wieder zu finden, falls er abhanden kommt.
Wenn du das alles durchdacht hast, dann ist der Urlaub mit Hund echt wunderbar!
In dem neuen Ratgeber von Fressnapf habe ich noch mehr Reiseinformationen zum Thema Urlaub mit Hund gefunden und zudem ein paar spannende Videos angeschaut.
>>Wenn du magst, gelangst du hier zum neuen Ratgeber-Special.


Ich wünsche dir viel Spaß im nächsten verschneiten oder sonnigen Urlaub mit deinem Hund!

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 >> Alle Übungen für deinen Hund findest du im Hundeübungspaket.