Heute möchte ich dir meine aktuellen Azubis, die zwei Goldendoodle-Hündinnen Mila und Ronja vorstellen.
Auf dem ersten Blick kann man die zwei Mädels kaum auseinander halten. Viele sagen auch „ach, dass sind ja Zwillinge“. 🙂
Tatsächlich stammen beide aus dem gleichen Wurf.
Zu Beginn war es teilweise auch wirklich nicht so einfach sie auseinander zu halten. Da haben wir uns daheim geeignet, das Ronja das rote Halsband trägt und Mila ein schwarzes. So waren sie schon mal gekennzeichnet. 🙂
Man könnte meinen, die zwei sind aus dem gleichen Wurf, also gleiche Mischung und gleiches Wesen, allerdings zeigte sich sehr schnell, dass die zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten haben.

Ronja ist links, Mila ist rechts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mila ist seit September 2017 bei uns. Sie ist sehr angenehm ruhig mit einer manchmal etwas langen Leitung, wenn es um die Reaktionszeit geht. 😉 Sie ist einfach weniger impulsiv, was bei Ablenkungen anstrengend ist, weil sie einfach ein paar Sekunden benötigt, um zu reagieren, andererseits ist es auch das, was sie so gelassen und souverän macht.

Eine Besonderheit von Mila: Sie hatte von Anfang an „Esel-Tendenzen“. Teilweise habe ich mir ernste Sorgen gemacht, wenn sie vor der Haustür (innen) lag, ich sie bereits angeleint hatte und in geschnürten Stiefeln stand und Gassi gehen wollte. Sie lag dann solange noch ganz platt vor der Tür, bis die Türklinke tatsächlich runterging und in einem Satz ist sie aufgesprungen und war dann ganz fit und munter beim Spaziergang dabei, obwohl es vorher den Anschein nahm, sie kommt heut nicht mehr vom Boden hoch…

Andersrum geht es auch. Nach einem schönen Spaziergang draußen wollte Mila einmal einfach nicht mehr ins Haus. Sie bummelte dann schon etwas beim Einbiegen zur Türe und legte sich einfach hin. Sie dachte über mich vermutlich „Da steht sie in der Haustür die Alte und guckt so schief auf mich hinab.. Ich will da bleiben, wo ich bin.“

Mila liebt auch die Kälte draußen, erst recht, wenn ihr wolliges Fell länger ist. Dann macht sie auch gern mal ein Nickerchen auf den kalten Balkonfliesen, obwohl das Frauchen sogar noch eine wertvolle Isolier-Picknickdecke als Unterlage angeboten hat. Nein, Mila liegt natürlich daneben…brrr..

Mila unser kleines Eselchen will nicht ins Haus gehen…

Ronja war Anfang Oktober, als sie einzog, eher aufgeregt und zappelig. Sie reagiert schnell auf Reize (Mila reagiert erst ca. 3 Sek. später.) Ronja ist sehr geschickt und kann richtig schnell sausen, wobei ihre wilden, schnellen Beinchen auch etwas zappelig-trampelig wirken können, wenn sie durch den Wald hopst. – Bei ihrem wüsten Gangbild bleibt sogar mehr Matsch an Bauch und Beinen hängen, als bei Milas elegantem, zügigen „Lang-Bein-Gang“.. 😀

Zum Scheren waren wir auch schon, da die hübschen Zotteln sich sonst beim Üben im Führgeschirr verfangen. Auch sind beide deutlich pflegeleichter, wenn das Fell kürzer ist. Nach jetzt nur knapp 3 Monaten ist das Fell schon wieder lang…
Also 4 mal jährlich Scheren sollte auf jeden Fall drin sein, sonst haben die beiden Rastalocken. ;-D

Die eleganten Pudeldamen schaffen es leider nicht mit ihren langen Beinen in mein Auto zu hüpfen. Zugegeben, es ist auch nicht viel Platz im Kofferraum, um den Schwung beim Hineinspringen zu bremsen.
Nachdem auch noch eine Außenkante den Einstieg am Kofferraum erschwert, ist der Einsteigeprozess einfach bisschen kniffelig.

Die Lösung: Eine Hunderampe. Diese mussten wir dann erstmal flach üben, damit die Ladys sich dann auch im schrägen Zustand auf die Rampe trauen.

Es funktioniert zwar mit der Hunderampe, allerdings sind wir über das Locken leider noch nicht hinaus gekommen…
Auch hier zeigen sich die zwei Damen unterschiedlich:

Ronja findet die Rampe furchtbar (sie hat lange gebraucht, um überhaupt die Rampe zu betreten und zu erklimmen) und sie ist froh, wenn sie oben angelangt endlich im Auto verschwinden kann.

Mila findet meinen Kofferraum furchtbar und sie bleibt gerne mal mitten auf der Rampe oder oben angelangt stehen und glotzt noch etwas links und rechts, bevor sie sich mit viel Überwindung in das Auto begibt. Ist erstmal ein Fuß über der Schwelle, so haben wir es so gut wie geschafft.

Echt spannend die Unterschiede zu beobachten. Hier habe ich die zwei Hundeladies neulich beim Einstieg gefilmt:

Die zwei machen wirklich viel Arbeit und wirklich viel Spaß! 😀
Vor allem, wenn ich morgens müde mit ihnen in den Wald aufbreche und sie miteinander herrlich lebendig toben, muss ich einfach grinsen. 😀
Jetzt, nachdem wir auch endlich das Buddeln bzw. Nicht-Buddeln von Mila im Griff haben, macht auch der Rückruf richtig Spaß.

Hier kommt gleich noch ein kurzes Video mit Rückpfiff als „Superschlachtruf“. Ich bin immer mehr geneigt die Hundepfeife einzusetzen und bin begeistert, wie schnell die Hunde darauf reagieren. Einige Hunde können deutlich schneller auch unter Ablenkung auf den Rückpfiff reagieren, als auf das Wortsignal. Klar muss das Hier-Signal auch sitzen, allerdings verhallt mein dünnes Stimmchen im Wald bei zwei tobenden Hundchen auf 50m… Eine Pfeife ist einfach viel deutlicher und motiviert die Hunde sehr.  🙂

Bald ist Mila für die Einschulung mit ihrer neuen blinden Halterin bereit. Die freche schlaue Maus mit ihrer „langen Leitung“ ist eben auch eine souveräne, verschmuste, selbstbewusste Hündin, die genau weiß, wo es lang geht. 😀

Mila im Führgeschirr bei der Arbeit

Bald wird die Lady mit ihrer Blinden durch Mainz spazieren und all die Hindernisse umrunden und Abgründe sperren, die sich dem Gespann auftun. Eine sichere und schöne Schmusezeit den beiden jetzt schon. 🙂