Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr zum Schreiben gekommen und nun wollte ich dir einfach erzählen, was im Mai so alles los war. Am 2. Mai konnten wir den 15ten Geburtstag meines treuen Begleiters Spike feiern und ich habe mich so gefreut, dass viele meinen Text auf Facebook gefunden haben. Sogar Freunde, mit denen ich heute kaum noch Kontakt habe, haben das Bild kommentiert und es ist schön die ganzen 15 Jahre Revue passieren zu lassen und zu entdecken, dass mein guter alter Hundekumpel schon viel Schönes erleben durfte.

Spike Geb

So schön, wie es ist, dass er so alt – und dafür ja noch recht fit ist, so schwierig ist es immer wieder die Rückschritte zu erleben. Nur zwei Wochen nach seinem Geburtstag fand ich mich am Boden der Tatsachen wieder, weil mein guter Freund nun das zweite Mal einen Schlaganfall bzw. das Vestibularsyndrom (eine Gleichgewichtsstörung) hatte. Es ist schlimm zu sehen, wenn der eigene Vierbeiner von jetzt auf gleich nicht mehr aufstehen kann, sich die Augen drehen und ich weiß, dass ihm bald kotzübel sein wird, wie nach einer wilden Karussellfahrt. Also wieder ab zum Tierarzt, obwohl ich weiß, dass das ihn mittlerweile auch sehr stresst…

Die nächsten Tage schleppte ich ihn wieder Trepp auf – Trepp ab und obwohl ich es gerne tue und Spike mit seinen ca. 18 kg auch noch gut zu heben ist, spüre ich dennoch die Anstrengung in all meinen Muskeln und Gelenken.

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Spike kuriert sich aus und schläft – fast immer

Keine Angst vorm Vestibularsyndrom!

Ich finde es wichtig, dich über das Vestibularsyndrom zu informieren, weil es viele Hundehalter gibt, die den Hund in diesem Zustand direkt einschläfern lassen! Der Hund kann sich nur noch im Kreis drehen und fällt dann einfach um, weil er nicht mehr weiß wo oben und unten ist, speit, löst sich auch im Liegen… Also tatsächlich kein Spaß, dennoch kann sich der Hund oft sehr schnell wieder erholen!!!

Spike hat (wie oftmals gegeben) Cortison und etwas gegen die Übelkeit bekommen und zum Glück ist er nach drei Tagen wieder auf den Beinen und torkelt mittlerweile wieder fröhlich allein über den Weg. Wie ich erfahren habe, können die meisten Hunde danach wieder ganz normal weiterleben. Nach dem ersten Schlaganfall (im August 2015) hat er sich so gut wie ganz erholt, das zweite Mal war nicht ganz so schlimm, allerdings torkelt er jetzt noch – vielleicht erholt sich das noch über die nächsten Wochen..
Kleine Suchspiele macht er nach wie vor sehr gern und er lässt sich auch immer mal gern von Ida am Ohr beknabbern. 🙂

Ida ist da aktuell das komplette Gegenteil: Sie darf aktuell zweimal täglich zum Blindenführhundtraining raus und es ist echt erstaunlich, was ein Hund in so kurzer Zeit – bei täglichem Training – so alles lernen kann. Ich bin schon ganz stolz auf sie und beobachte immer wieder gern, wie sie die herausfordernden Situationen im Straßenverkehr meistert.

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Ende Mai war ich mit den Seitles beim Führhundseminar mit Michele Pouliot in Berlin. Michele Pouliot bildet seit über 30 Jahren Blindenführhunde (bei Guide Dogs for the Blind) in den USA aus. Sie ist außerdem bekannt für das Clickertraining in der Führhundausbildung. Ich konnte sehr viele Erkenntnisse mitnehmen und bin froh, diese sympathische coole Frau getroffen zu haben. 🙂

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Mein Bild mit Michele Pouliot 🙂

Ist das alles, was im Mai passiert ist?

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